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3°CMittwoch,14.01.26Zum Wetter

Vodafone übernimmt Breitband Netz

Nachdem in einem ersten Schritt die Verlegung der Glasfaser in der Gemeinde Breitnau und auf dem Grundstück bis in das Gebäude durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald im August abgeschlossen wurde, konnten Teile des neuen Netzes bereits an Vodafone als Betreiber übergeben werden. Die Übergabe der weiteren Anschlüsse folgt nun Zug um Zug. Alles weitere verantwortet Vodafone als Betreiber und bereitet den aktiven Netzbetrieb vor.

Im nächsten Schritt wird Vodafone das Verbandsnetz in Betrieb nehmen, nachdem jede Glasfaser im Vodafone-System dokumentiert wurde. Breitnau wird damit bald die erste Gemeinde des Zweckverbands sein, die über das vom Verband aufgebaute, zukunftsfähige Glasfaser-Breitbandnetz an das Internet angebunden ist.

Der Glasfaser-Ausbau wurde mit Mitteln über das Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und dem Programm des Landes zur Mitfinanzierung gefördert. Der Breitbandausbau über den Zweckverband stellt eine Leistung dar, die kommunal nur freiwillig erbracht werden kann, die für die Versorgung der Bevölkerung aber ausgesprochen wichtig ist. Auch wenn förderbedingt ein kommunaler Eigenanteil getragen werden muss, ist Breitnau die einzige Gemeinde, die fast vollständig und nur mit Unterstützung der Zuwendungsprogramme des Landes Baden-Württemberg und des Bundes ausgebaut werden konnte. Das Netzeigentum verbleibt in kommunaler Hand.

Vorverträge mit Vodafone

Anschlussnehmer in Breitnau, die einen Vertrag mit Vodafone abgeschlossen haben, werden laut Vodafone ab Anfang 2025 von den technischen Servicekräften des Unternehmenskontaktiert, um einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren. Dabei geht es um die individuelle Verlegung der Leitungen im Gebäude selbst und die Aktivierung desAnschlusses.

In Mehrfamilienhäusern ist eine Verlegung der Leitungen entweder über vorhandene Leerrohrsysteme vorgesehen, oder die Leitungen werden durch Aufputz-Kabelkanäle im Treppenhaus bis in die einzelnen Wohnungen verlegt. Die Technikdienstleister von Vodafone beurteilen aufgrund der Gegebenheiten vor Ort, welches die beste Lösung ist. Ansprechpartner für Fragen zur Leitungs-Verlegung im Gebäude ist Vodafone.

Wenn noch kein Produkt-Vertrag für die Nutzung des Anschlusses abgeschlossen wurde, ist Vodafone als Betreiber des Verbandsnetzes und Anbieter von Internet-Dienstleistungen ebenfalls Ansprechpartner. Andere Anbieter sind auf dem Verbandsnetz bislang noch nicht vertreten, haben aber über die sogenannte Open Access-Vereinbarung ebenfalls die Möglichkeit, das Verbandsnetz zu nutzen. Vodafone als Betreiber muss bei Anfrage anderen Anbietern dazu Zugang gewähren.

Vodafone beantwortet Fragen

Für allgemeine Fragen rund um den Anschluss hat Vodafone unter Telefonnummer: 0800 20 30 325 eine kostenlose Hotline eingerichtet, die laut Vodafone von Montag bis Samstag von 07:30 Uhr bis 20:00 Uhr erreichbar ist. Beratung gibt es aber auch in den Vodafone-Shops vor Ort.

Alle weiteren Infos rund um den Glasfaser-Ausbau durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald und den Betrieb des Netzes durch Vodafone finden Sie auch auf den Webseite Vodafone oder Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Breitnau als "Gigabitkommune@BW" ausgezeichnet

Der Stv. Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl hat am 25. Juli 2025 erstmals die neu geschaffene Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ verliehen. Darunter auch die Gemeinde Breitnau.

Der Bürgermeister Markus Kleiser freute sich über die Auszeichnung:

„Der flächendeckende Breitbandausbau ist für unsere kleine aber feine Gemeinde ein Sprung nach vorne!"

„Leistungsfähige Gigabitnetze sichern die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben – Schülerinnen und Schüler benötigen stabile Anbindungen für digitales Lernen, Pendlerinnen und Pendler für Homeoffice und Mobilität, Ärztinnen und Ärzte für Telemedizin. Dafür haben die Gigabitkommunen Außergewöhnliches geleistet. Diese Auszeichnung ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung – und zugleich ein Signal, dass Baden-Württemberg den flächendeckenden Gigabitausbau entschlossen vorantreibt“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Die geehrten Kommunen erreichen allesamt eine Gigabitversorgung (sprich mindestens 1.000 Mbit/s) von mindestens 97,9 Prozent ihrer Haushalte und haben damit den Schritt zur flächendeckenden Versorgung mit Gigabitnetzen vollzogen.

Seit 2016 hat sich die Gigabitverfügbarkeit im Land von 1,4 Prozent auf aktuell rund 76 Prozent gesteigert. Vor allem der Glasfaseranteil steigt weiter stark an: 27,16 Prozent aller Haushalte haben bereits einen Glasfaseranschluss. Derzeit befinden sich zudem eine Vielzahl von Breitbandprojekten im Land in der Planungs- und Umsetzungsphase, die die Gigabit- und insbesondere die Glasfaserquote in der Fläche stetig weiter verbessern. Ein Erfolg, der ohne den beharrlichen Einsatz der Kommunen und der Telekommunikationsunternehmen nicht denkbar gewesen wäre. „Dieses Wachstum zeigt, wie wirkungsvoll das Zusammenspiel von kommunalem Engagement, Landesförderung und eigenwirtschaftlichem Ausbau ist“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Die Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“

Die Landesregierung verfolgt das Ziel, leistungsfähige Netze im ganzen Land zu etablieren. Mit der Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ macht Baden-Württemberg Erfolge von Telekommunikationsbranche und Kommunen sichtbar und unterstreicht den Stellenwert digitaler Infrastruktur im Alltag der Bürgerinnen und Bürger. In diesem Kontext soll die Auszeichnung den bewährten Grundsatz des Landes bekräftigen: Fortschritt gelingt dort am besten, wo vor Ort zusammengearbeitet und Verantwortung übernommen wird. Die Auswahl der ausgezeichneten Kommunen basiert auf den im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten – aktuell mit Datenstand Dezember 2024. Für eine Auszeichnung als Gigabitkommune@BW ist eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent erforderlich (gemessen an der Anzahl der Haushalte, die technisch mit mindestens 1.000 Mbit/s versorgt werden können). Wenn eine Kommune zum Stichtag laut Breitbandatlas eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent aufweist, qualifiziert sie sich für eine Auszeichnung mit dem digitalen Banner, welches vom Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk zur Verfügung gestellt wird. Ab 97,9 Prozent wird zusätzlich eine physische Auszeichnung vergeben.

Offizielle Inbetriebnahme am 27. Mai 2025

Highspeed-Internet im bislang weißesten Fleck Baden-Württembergs:

Vodafone aktiviert das Glasfaser-Netz des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald in Breitnau

  • Nach Anschluss von Haushalten und Unternehmen sind weiße Flecken in Breitnau Vergangenheit
  • Breitnau erste Gemeinde, die über das neue Breitbandnetz des Zweckverbandes online geht
  • Vodafone legt los: Erste Kunden surfen bereits im schnellsten Netz Deutschlands

In der Hochschwarzwaldgemeinde Breitnau ist das Ortsnetz als Teil des hochmodernen Glasfaser-Netzes, dass der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) im Verbandsgebiet im staatlich geförderten Ausbau errichtet, fertig gestellt und an Vodafone zum Betrieb übergeben. Die notwendigen Tiefbau-Arbeiten konnten in Breitnau nach rund zwei Jahren Bauzeit im August letzten Jahres abgeschlossen werden. Insgesamt wurden bei einer Investitionssumme von rund 20 Millionen Euro vom Verband Glasfaser auf einer Trassenlänge von rund 80 km (Ortsnetz und Backbone) verlegt und drei POP-Gebäude errichtet, über die Vodafone die passive Infrastruktur an sein aktives Netz bereits angeschlossen hat.

Am 27. Mai 2025 haben beide Partner auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Breitnau die offizielle Inbetriebnahme des Glasfaser-Ortsnetzes verkündet. Der Verbandsvorsitzende Landrat Dr. Christian Ante lobte die vorbildliche Zusammenarbeit und unterstrich die Notwendigkeit Gigabit-schneller Infrastrukturen für die Digitalisierung der Region.

In Breitnau ist durch den Verband in freiwilliger kommunaler Leistung eine Glasfaser-Infrastruktur flächendeckend vom Kernort hin zu den fein verästelten Außenbereichen der Schwarzwaldhöfe entstanden. Der Tiefbau ist beendet, Glasfaser eingebracht, die Hausanschlüsse dokumentiert und das Netz zum weiteren Betrieb an Vodafone übergeben. Jetzt hat der Düsseldorfer Kommunikationskonzern mit der Anschaltung der beauftragten Glasfaser-Anschlüsse begonnen. Damit ist Breitnau die erste Gemeinde des Zweckverbands, die über das vom Verband aufgebaute, zukunftsfähige Glasfaser-Breitbandnetz an das Internet angebunden ist.

Landrat Dr. Christian Ante, Verbandsvorsitzender: „Wir bauen über den Zusammenschluss der Gemeinden zum Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald eine komplett neue Infrastruktur für die zukunftsfähige Internetversorgung im Verbandsgebiet auf. Es war ein sehr langer Weg, den wir bis zum heutigen Termin zurückgelegt haben. Die mit dem Ausbau in Breitnau verbundenen Vorbereitungen haben bereits 2017, noch vor Verbandsgründung begonnen und wurden durch den Verband ab seiner Gründung fortgeführt. Nach dem abrupten
Wechsel der Förderbedingungen des Landes Baden-Württemberg erfolgte die Neuausrichtung und Start mit staatlicher Förderung, ohne die der Ausbau nicht möglich wäre. Das zeigt, wie herausfordernd es mitunter in unserem Land ist, die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen. Der heutige Tag macht deutlich, dass es trotzdem möglich ist. Mit der Netzinbetriebnahme hier in Breitnau haben wir eine bedeutende Etappe auf unserem Weg zur flächendeckenden Versorgung mit zukunftsfähiger Telekommunikations-Infrastruktur im Verbandsgebiet erreicht.“

Rolf-Peter Scharfe, Leiter Glasfaserkooperationen bei Vodafone Deutschland: „Die Anschaltung erster Kundenanschlüsse ist für uns ein ganz besonderer Zeitpunkt. Denn endlich können auch Anwohnerinnen und Anwohner in Breitnau erleben, wie sich Highspeed-Internet über Glasfaser in den eigenen vier Wänden anfühlt. Die ersten rund 200 Kunden surfen bereits im schnellsten Netz Deutschlands. Jetzt freuen wir uns, in den kommenden Monaten noch viele weitere Bürgerinnen und Bürger mit Gigabit-schnellem Internet versorgen zu können. Denn Glasfaser ist die Grundlage für Wirtschaft, Bildung, und Wohlstand.  Und macht die Gemeinde Breitnau so zu einer der modernsten und zukunftssichersten Gigabit-Regionen Deutschlands.“

Bürgermeister Markus Kleiser: „Breitnau war noch vor fünf Jahren ein komplett weißer Fleck auf der Glasfaserlandkarte. Der fertige Ausbau bedeutet Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Sicherung des Standorts, schnelles und sicheres Arbeiten mit einem stabilen Internet und Steigerung der Lebensqualität durch die Verfügbarkeit moderner Technik. Wenn in einigen Monaten alle Anschlüsse aktiv sind, ist das Glasfaser-Netz des Zweckverbands für unsere kleine, aber feine Gemeinde ein großer Sprung nach vorne.“

Anteilige Förderung von Bund und Land für den Ausbau

Unterstützt wurde der Bau im Ortsnetz über das Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck sowie über die Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg. Für den Ausbau des Zweckverbands Breitband in Breitnau haben Bund und Land Zuwendungen in vorläufiger Höhe bewilligt. 50% der förderfähigen Kosten werden nach Abschluss vom Bund gefördert, 40% vom Land. Ein kommunaler Eigenanteil von 10% verbleibt, für den der Zweckverband die Vorfinanzierung leistet.

Der Backbone-Bau erhält Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm.

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