Die menschengemachte Klimakrise ist längst Realität und in Deutschland angekommen. Häufigere Extremwetterereignisse, teure Schäden an der Infrastruktur, gesundheitliche Risiken und eine reduzierte Biodiversität sind dabei Konsequenzen, die uns bereits jetzt betreffen. Wie schwerwiegend die Folgen der Klimaerwärmung in der mittel- und langfristigen Zukunft sind, hängt davon ab, welche Entscheidungen jetzt getroffen werden und ob dabei an zukünftige Generationen gedacht wird. Die Reduktion der Treibhausgasemissionen und Stärkung natürlicher Ökosysteme zur Aufnahme von CO2 sind dabei notwendige Maßnahmen, um die Bewohnbarkeit unseres Planeten zu erhalten.
Ein bedeutender Ausstoß an Treibhausgasen kommt von der Energiewirtschaft, die global weiterhin in großen Teilen auf fossilen Energieträgern beruht. Um die Zukunft nachhaltig zu gestalten, wurde die Energiewende schon vor Jahren eingeläutet. Die sukzessive Umstellung auf erneuerbare Energien, Nutzung lokaler Ressourcen und Maximierung der Energieeffizienz gehören dabei zu den Hauptaufgaben. Innovative Lösungen sind bereits vorhanden und werden zunehmend gefördert. Die nachhaltige Transformation der Energienutzung und aktiver Klimaschutz sind nicht nur Aufgaben von Privatpersonen, sondern vor allem auch Verantwortung der Verwaltung, die zukunftsfähige, resiliente und klimawandelangepasste Städte und Gemeinden mitgestaltet.
Im Rahmen der Agenda für Nachhaltige Entwicklung hat die UN-Generalversammlung im Jahr 2015 bereits die 17 Nachhaltigkeitsziele (JPEG-Bilddatei, 147,30 KB, 21.01.2026)(Sustainable Development Goals) vorgestellt, die in vielen Fällen eng miteinander vernetzt sind: beispielsweise weisen die Ziele 7 Bezahlbare und Saubere Energie, Ziel 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden, Ziel 13 Maßnahmen zum Klimaschutz schon den Weg in eine nachhaltige Zukunft in Bezug auf Klima und Energie.
Hier im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald wurde ein Klimaschutzkonzept entwickelt, das als finales Klimaschutzziel setzt, bis 2050 im Vergleich zum Basisjahr 2017 100% der CO2 Emissionen zu senken und bis dahin sowohl Wärme- als auch Strombedarf aus 100% erneuerbaren Energien zu decken. Für das Land Baden-Württemberg gilt laut KlimaG §10 das Ziel, bis 2040 die Klimaneutralität zu erreichen. Um diese Ziele zu erreichen, müssen dringend Aktivitäten für konsequenten Klimaschutz in allen relevanten Bereichen Energie, Mobilität, Wohnen, Landwirtschaft, Konsum etc. folgen.
Klimaschutzkonzept Landkreis (PDF-Dokument, 6,54 MB, 21.01.2026)
Um Klimaschutz aktiv voranzubringen, betreiben immer mehr Städte und Gemeinden ein Klimaschutzmanagement. Dabei geht es darum, die Gemeinde zukunftsfähig zu machen und sowohl Emissionen zu minimieren, als auch Klimawandel Anpassung zu stärken und damit resiliente Orte zu schaffen. Energiemanagement kann dabei als Teil des Klimaschutzmanagements gesehen werden und zielt auf die Verringerung der Energieverbräuche und damit auch der Treibhausgasemissionen und Unterhaltungskosten.
Auch Breitnau will sich im Bereich Klimaschutz und Energie weiterentwickeln.
„Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie selbst zu kreieren.“ Peter Drucker (US-Pionier der modernen Managementlehre)
Eines der bestimmenden Themen unserer Zeit ist der Schutz von Natur und Umwelt. Wie gehen wir mit Ressourcen um? Was kann unser eigener Beitrag zum Schutz des Klimas sein? Was bringt mir nachhaltiges Wirtschaften?
Für uns selbst und die uns folgenden Generationen ist es existenziell wichtig, in einer intakten Umwelt zu leben. Dazu müssen wir jetzt die Weichen stellen und grundlegende Änderungen bei dem Verbrauch von Energie, bei unserem Wirtschaften, unseren Gewohnheiten herbeiführen. Um den Schutz unseres Klimas zielgerichtet und effizient zu erreichen haben wir uns in Breitnau dafür entschieden, ein Energiemanagement einzuführen. Dadurch wollen wir Lösungen schaffen und die am Anfang genannten Fragen beantworten. -Bürgermeister Markus Kleiser.



